Paso Doble
Der Paso Doble ist einer der lateinamerikanischen Tänze aus Spanien und wird bei den Turniertänzen im 2/4 Takt getanzt. Er ist nur noch ein Tanz, der in den Tanzschulen gelehrt wird, in der Öffentlichkeit tanzt man aber nicht, wie zum Beispiel beim Walzer, zu der Musik den Tanz, da es auch viel zu wenig Musikgruppen gibt, die diese Musikrichtung noch spielen. Die Charakteristik des Tanzes ist der, dass dieser Tanz etwas darstellen soll: einen spanischen Stierkampf. Der tanzende Herr stellt den Stier dar und die Frau das rote Tuch oder aber eine Flamencotänzerin. Wenn man dieses im Hinterkopf hat, kann man die getanzten Figuren beim Paso Doble auch gut deuten. Der Tanz wird selten, so wie die anderen Tanzrichtungen genau auf den Takt getanzt, sondern vielmehr im Takt werden bestimmte Figuren und Schrittfolgen getanzt. Der Tanz wird als Marschtanz bezeichnet, da es innerhalb der Takte mal mehr und mal weniger Schrittfolgen gibt, die vielmehr an ein marschieren als an einen Tanz erinnern; dieses liegt auch an der Schnelligkeit der Schritte.Auch die Tanzhaltung ist anders, als bei den anderen der Lateinamerikanischen Tänze. Die Körperhaltung der Tänzer erinnert wirklich an einen Kampf; der Mann hat den Kopf weit zurück gelehnt, und die Arme auch weit nach hinten gelehnt, so dass eine gewisse Distanz zur Tanzpartnerin erzeugt wird.
Als wichtiges Mittel des Paso Dobles zählt der Appell, bei dem der Mann und die Frau in den Schrittfolgen mit dem Fuß auf den Boden aufstampfen und plötzlich und für alle unerwartet die Richtung des Tanzes ändern; auch dieses erinnert sehr an den Stierkampf, etwa an ein Ausweichen.